Zahnpflege mit dem Essen:

 Gesunde Zähne dank der richtigen Ernährung

Viele meinen, dass der Zahngesundheit mit zwei- bis dreimal Zähneputzen (im Idealfall mit einer elektrischen Zahnbürste oder einer Schallzahnbüste) und ein- bis zweimal im Jahr zum Zahnarzt ausreichend gedient ist. Dies ist sicherlich in Grundzügen auch einigermaßen richtig. Allerdings könnt ihr mehr tun für eure Zähne, nicht nur durch Zahnbürste, Zahnseide, Munddusche und Co. Auch die richtige Ernährung trägt dazu bei, dass ihr gesunde und starke, zudem blendend weiße Zähne im Mund habt.

Klar weiß jeder, dass Zucker schlecht für die Zähne ist. So einfach ist es aber nicht. Denn es gibt noch viele weitere Dinge, die Sie bei Ihrer Ernährung zum Wohl eurer Zähne beachten sollten. Denn diese kann einen großen Anteil an eurer Zahngesundheit haben bzw. einen großen Teil dazu beitragen. Dabei ist nicht nur wichtig, was ihr esst und trinkt, sondern auch wie und wann ihr es esst. Wir möchten euch gerne einige grundlegende Dinge an die Hand geben, dank der ihr mit eurem Essen und Essverhalten etwas für eure Zähne tun könnt. Dann wird euer Zahnarzt vielleicht nicht mehr so viele Dollarzeichen in den Augen haben, wenn ihr einen Termin bei ihm habt, wie es vielleicht aktuell noch der Fall ist. Aber das finanzielle Wohl eures Docs sollte euch ja eigentlich auch egal sein – vor allem im Vergleich zur Gesundheit eurer Zähne. Daher geben wir euch einige wichtige Tipps, wie ihr essend und trinkend eure Zähne pflegt und schont.

Wenig Zucker

Dieser Punkt ist eigentlich klar, wird er doch bereits Kindern in jungen Jahren mit der Geschichte von Karius und Baktus eingetrichtert: Zucker ist schlecht für die Zähne und bleibt es auch. Allerdings ist es nicht direkt der Zucker, der die Zähne auffrisst und kaputt macht. Aber er trägt seinen Teil dazu bei. Falsch ist also, dass der Zucker die Zähne selbst zerstört. Dies erledigen die kariesfördernden Bakterien, die für Kinder liebevoll Karius und Baktus genannt werden. Diese fallen über den Zucker, ein Kohlehydrat, her und wandeln ihn in Säure um. Diese Säuren wiederum sind es dann, die den Zahnschmelz indirekt angreifen. Denn durch die Säuren im Mund sinkt der pH-Wert in der Mundhöhle. Dies löst Mineralien aus dem Schmelz, der den Zahn eigentlich vor äußeren Angriffen schützen sollen. Somit werden die Zähne anfälliger. Wichtig zu wissen ist hierbei noch, dass die Art des Zuckers keine Rolle spielt.

Wenn ihr nicht auf zuckerreiche Lebensmittel wie Süßigkeiten, Cola oder Kuchen verzichten könnt, solltet ihr sie zumindest nicht ständig konsumieren. Denn so liefert ihr immer wieder reichlich Nahrung für im Mundraum lebenden Bakterien. Diese bedecken die Zähne mit ihren säurehaltigen Überresten und attackieren so den Zahnschmelz. Natürlich müsst ihr nicht komplett auf Naschen und Co verzichten. Aber ihr solltet es halt nicht ständig in euch hineinfuttern, sondern dann lieber einmal am Tag genießen. Das ist nicht nur gut für die Figur, sondern gibt den Zähnen auch die Chance, in der restlichen Zeit Ruhe vor einem hohen Säurespiegel und den daraus resultierenden Kariesbakterien zu haben.

Viel kauen

Eine weitere goldene Regel ist es, das Essen viel, lange und gut zu kaufen. Dies ist nicht nur für euren Magen bekömmlicher und hilft eurem Körper, die (hoffentlich) im Essen vorhandenen gesunden Inhaltsstoffe aufzunehmen. Sondern es ist auch für eure Zähne gut und trägt zu ihrer Gesundheit bei. Warum? Durch das längere Kauen, nicht nur bei harten Lebensmitteln, erzeugt der Mund mehr Speicher. Dieser wiederum ist vorteilhaft für die Zähne. Denn der Speichel schützt den Zahnschmelz vor schädlichen Säuren im Essen und hemmt so die Entstehung von Karies. Zudem trainiert und lockert das Kauen euren Kiefermuskel. Dies wiederum kann dazu beitragen, dass ihr im Kiefer entspannter seid. Denn viele Menschen neigen gerade bei viel Stress dazu, den Kiefer anzuspannen und die Zähne aufeinander zu reiben – vor allem im Schlaf. Dies ist auch als Zähneknirschen bekannt und trägt dazu bei, dass der Zahnschmelz von den Zähnen abnutzt und diese somit nicht mehr so gut durch ihre Schutzschicht geschützt sind. Es kann sogar so weit gehen, dass im Schlaf Teile der Zähne abbrechen, wenn die Verspannungen im Kiefer zu groß sind. Also schön viel kauen und möglichst locker im Kiefer bleiben…

Fluorid- und kalziumreich essen

Der Mineralstoff Fluorid ist für gesunde und widerstandsfähige Zähne absolut wichtig. Daher ist er auch in vielen Zahncremes enthalten. Aber nicht nur beim Zähneputzen könnt ihr etwas für euren Fluorid-Haushalt tun, der hilft den Zahnschmelz zu erhalten und so den robusten Panzer um die Zähne, der diese vor Bakterien und Co schützt, zu stärken. Die Zähne nehmen das Mineral durch den Kontakt auf. Je länger sie hierbei mit einem fluoridhaltigen Stoff in Kontakt kommen, desto mehr können sie davon auch profitieren. Das Zähneputzen am Tag ist ja nicht sonderlich lange, selbst wenn ihr dreimal am Tag 3 Minuten putzt. Daher ist es sinnvoll, fluoridhaltige Nahrungsmittel wie bestimmte Teesorten, Mineralwasser sowie Fisch und mit Fluorid angereichertes Speisesalz in die Nahrung regelmäßig mit einzubauen.

Das gleiche gilt auch für Kalzium, das ebenfalls wichtig für die Zähne ist. Da die Knochen im menschlichen Körper ebenfalls zum Großteil als Kalzium bestehen, kommt es in recht großen Mengen im Körper vor – rund 2 Prozent bei einem Erwachsenen. Allerdings kann der Körper Kalzium nicht selbst bilden, sondern muss es über die Nahrung zugeführt bekommen. Daher solltet ihr auf eine kalziumreiche Ernährung achten. Enthalten ist Kalzium unter anderem in Milch und Milchprodukten, aber auch einigen in Gemüsesorten wie Spinat und Grünkohl, sowie in Fisch, Nüssen und Samen (z. B. Mandeln, Mohn und Sesam). Baut diese regelmäßig in euren Speiseplan mit ein.

Viel Wasser trinken

Viel trinken ist wichtig – auch für die Zähne. Denn Wasser beeinflusst nicht nur viele Körperfunktionen und Organe, sondern wirkt sich auch in eurem Mundraum positiv auf eure (Zahn-)Gesundheit aus. Durch die Zufuhr von Flüssigkeit unterstützt ihr den Spüleffekt des Speichels und helft so dabei, Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Dies bedeutet im Umkehrschluss weniger Bakterien im Mund – und damit ein geringeres Kariesrisiko sowie eine erhöhte Mundhygiene mit weniger Mundgeruch. Wichtig ist aber, dass die Flüssigkeit ungesüßt ist – also am besten pures Wasser trinken.

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